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Atemberaubende Variationen, eine
erstaunliche Klangfülle und immer wieder der Beweis, dass barocke Werke
sich nahtlos mit der Welt des Jazz, Tango und Blues verbinden können.
…Stimmgewaltig und in immer wieder neuen Formationen – von großer
Besetzung bi zum intimen Trio – zeigten die Musiker die Spannbreite ihres
Könnens.
Diepholzer Kreisblatt 3.4.2009
Die Westfälische Saxophoniker verstanden es meisterhaft die Universalität des Maestros deutlich werden zu lassen. … Plötzlich erklangen Bachs atemberaubende Fugen und seine Kontrapunktik filigraner und wie befreit vom Muff der Jahrhunderte – Musik, die alle Generationen zu faszinieren weiß.

Zwei Suiten und ein Konzert verbargen sich hinter dem Projekt „Bach-Sax II“, das die Westfälische Saxophoniker am Samstag in der nahezu vollen Johanneskirche präsentierten. Unter dem Motto „Feuer der Ouverturen“ reihte sich dieses Begleitkonzert zur neuen CD des Oktetts glänzend in die Haller Bachtage ein.
Westfalen-Blatt Halle, 4.2.2008
Feuer der Ouverture loderte mit acht Saxophonen
In beiden Orchestersuite-Ouverturen loderte das musikalische Feuer in ungeheuer heftigen und schönen Farben. Mit dem Hörgenuss besonders gelungener Piano/Forte-Passagen beim populären „Air“ fingen die lebendigen Musiker endgültig alle Zuhörer ein. Die vielen verschiedenen Tänze … gaben einen reichen Überblick über die wunderbaren Möglichkeiten eines fabelhaft gespielten Saxophons. Die vielen mitwippenden Fußspitzen im Kirchenschiff waren ein schöner, wenn auch dezenter Hinweis auf das Hörvergnügen ohne Tanzschritte.
Haller Kreisblatt, 4.2.2008
Virtuos, originell,
erfrischend anders: Das alles traf auf „Gloriasax – Vivaldi in concert“
der Westfälischen Saxophoniker zu. … mit spielerischer Leichtigkeit jede
noch so schwierige Passage der anspruchsvollen Stücke zu meistern.
Abwechselungsreich und mitreißend gestaltete sich der Wechsel zwischen
Jazz und den barocken Werken. Unvergleichlich war das Zusammenspiel der
beiden Stilrichtungen. Mal kurz und knapp, mal fulminant und pompös – die
acht Musiker nahmen die Besucher auf eine Reise in verrauchte Jazzkneipen
und majestätische Ballsäle mit.
Diepholzer Kreisblatt,
19.9.2007
Für die Saxophoniker verbinden
sich Klassik und Jazz, daher können sie Musik von Johann Sebastian Bach
ebenso lebendig wie modern interpretieren. Der musikalische Altmeister des
Barock hätte – so er das Konzert hätte anhören können – wohl selbst seine
Freude an der reichhaltigen Musik gehabt. … Kein Wunder, dass das
begeisterte Publikum mit einem überwältigenden Applaus den Bielefeldern
dankte.
Gießener Allgemeine Zeitung
22.11.2006
Wetzlarer Neue Zeitung
21.11.2006
- 2005/2006 keine
Konzerttätigkeit
Jazz und Kassik stimmig verknüpft
Stimmig war auch die Verbindung der
Klassik und des Jazz. Die eine Stilrichtung wechselte mit der anderen ab,
aber der Jazz war nie losgelöst von der Klassik, die Klassik nicht vom
Jazz ...
Vechta
13.10.2004
Grandioses Klang-Kunstwerk
verzaubert
Ihre Wurzeln
liegen in der Klassik ebenso wie im Jazz - und gerade deshalb gelingt es
ihnen, die alten Gräben zwischen der so genannten ernsten und der
Unterhaltungsmusik vergessen lassen. Die Rede ist von den Westfälischen
Saxophonikern, die das erste Bueraner Nachtkonzert in der St.
Martini-Kirche zu Buer zu einem vollen Erfolg werden ließen. ... Was an
virtuoser Könnerschaft und musikalischem Witz zu hören war, trug den
Charakter des Einmaligen. ...
NOZ 13.5.2003
Klangspuren zwischen
Kirchenbänken
Eingesponnen
in einen Kokon aus warmen Bariton-Soli, tropfenden Klängen, die von
überallherzu kommen schienen, umgarnt von spielerisch variierten Tonlagen
zwölfer Saxophone, die: sich unvermittelt zu Fanfarenriffs verdichteten: So
fand sich das rund 200-köpfige Publikum am Sonntag in der Rahdener St.
Johannis-Kirche wieder.
Es war ein ungewöhnlich einnehmender Auftakt
eines ebenso ungewöhnlichen Konzertes der Westfälischen Saxophoniker aus
Bielefeld. "Magnifsax - Bach in Concert" titelte das Programm, das aufs
Überraschendste Barock und Jazz zu einer spannungsgeladenen Einheit
verband. Taumelnd leicht plaudernde Improvisationen mündeten ganz
selbstverständlich in wehmütig-behutsamen Barockklänge. Übergangslos und
rund das Kirchenschiff vereinnahmend.
Auf leisen Sohlen machten sich
die „Saxophoniker« derweil zwischen den Kirchenbänken auf den Weg,
hinterließen Klangspuren im Raum. Im Altarraum blieb schließlich allein
das Tenorsaxophon zurück, erzählte bittersüße Geschichten, die ein
dunkles, artig verspieltes Barockquartett aus dem hinteren Kirchenschiff
beantwortete. Geschäftig-jazzige musikalische Großstadtszenerien wurden
daraus, im Trio mit Klängen aus Bachscher Feder fortgeführt. Bässe, warme
"Bauchklänge" von irgendwoher trugen die versunken wirkende Melodie,
vereinnahmten samtig-tief durchaus konkret fühlbar die Zuhörer.
Melodischer Blues führte plötzlich Regie, höfisch jubelnde Barockmusik
setzt Kontraste und von der Kanzel klingt ein filigranes
Sopransaxophon-Solo, bald vom Enseroble vielschichtig überlagernd
aufgenommen, zur dunkel pulsierenden Percussion sich aufbauend zu einer
überbordenden Sinfonie. In vorsichtigem Zwischenapplaus löste sich
mitunter die Spannung des Publikums, nach dem letzten verklingenden Ton
wollte der tosende Beifall kein Ende nehmen.
Diepholzer Kreisblatt
18.3.2003
Klassik trifft auf
Moderne
Und so überrascht
das Ensemble seine Zuhörer gleich mehrfach. Zunächst einmal mit der
enormen klanglichen Bandbreite ihrer zwölf Instrumente. Sie ersetzen in
den Arrangements mühelos ein vollständiges Orchester. Doch mit
dieser ungewöhnlichen Instrumentierung und räumlichen Anordnung noch nicht
genug. Darüber hinaus beschreiten die Musiker auch stilistisch neue Pfade
zwischen dem Alten Meister Johann Sebastian und zeitgenössischen Größen.
Virtuos: erweitert MagnifiSax das Bachsche Werk "Magnificat« zum Beispiel,
um Stücke im Stile eines Miles Davis oder Grover Washington. Und der Funke
springt zweifellos über bei dieser Mischung aus Bachscher Strenge und
jazziger Improvisation. Das Publikum fordert begeistert mehrere Zugaben
von den Musikern.
Westfalen-Blatt Rahden, 18.3.2003
Könner am Bachschen
Werk
Dazu kommt die
spielerische Klasse der vier, obenan des tonangebenden Primarius, ihre
aufeinander eingespielte Musikalität, ihr sicheres Stilgefühl. Das
zusammen traf den Oboen-Streicher-Sound der C-Dur-Suite nicht nur
besonders authentisch; die Ouvertüre erklang in den gemessen-dichten
Klangbändern und der beschwingten Fuge mit ihren Trio- und TuttiWechseln
fast klangprofilierter als von manchem Kammerorchester. Prachtvoll auch
das pompös verzierte, „schaufelnde" Gegenstück in h-Moll. Aus den mit
ebenso viel Charakter wie Charme, Affetto und Flair musizierten Tanzsätzen
seien der ausgezirkelte Staccato-Gestus der Polonaise und eine zauberhaft
duftige Bourree hervorgehoben.
Neue Westfälische Bielefeld, 21.1.2003
Witzig-spritzige Version
von Vivaldis Gloria
Die
technisch versierten Bläser beließen es natürlich nicht bei der
Originalvorlage sondern erweiterten diese durch reizvolle Kontraste aus dem
Jazz- Salsa oder Bluesgenre ... - eine gelungene Mischung aus alt und neu,
meisterlich interpretiert als Crossover zwischen E- und
U-Musik.
Neue
Westfälische Bad Lippspringe, 7.1.2003
Festliches Finale mit acht
Saxophonen
Die
Westfälischen Saxophoniker begeisterten am Sonntag mit dem Gloriasax, dem
für Saxophon-Ensemble bearbeiteten Zyklus Gloria von Meister Antonio
Vivaldi, und boten eine spannungsreiche Synthese zwischen barocker Klassik
und Rhythmen unserer Zeit. ... überzeugten nicht nur die
reiche und bunte Klangpalette der Saxophone zwischen klassischer Musik und JazzSynkopen, sondern auch die bedingungslose Einsatzfreudigkeit der acht
Solisten, die sich nahezu traumhaft und ohne jeden musikalischen Bruch
verstanden und durch die exakten Einsätze und vollendeten Überleitungen
ihrer facettenreichen Instrumente aufs Höchste begeisterten. Der
stürmische Beifall der Zuhörer galt allen zu gleichen Teilen: Sie kamen um
eine Zugabe nicht herum und spielten mit viel jazzigem Drive einen Mix aus
dem älteren der beiden Glorias des großen Vivaldi.
Westfalen-Blatt, 29.10.2002
60 Minuten spannende
Musik
... Es war ein
mutiges Experiment, eine Schranken überwindende Idee. Herausgekommen sind
rund sechzig Minuten viel farbig schillernder Klänge, die gekonnt alte und
neue Musik verbinden, die Brücken schlagen zwischen gestern und heute,
zwischen sogenannter ernster und unterhaltender Musik. ...Erstaunlich war,
wie registerreich so ein Saxophonensemble klingen kann. Das Instrument,
das man gewöhnlich mit Jazz, und Tanz- oder Barmusik in Verbindung bringt,
klang hier mal weich, mal glanzvoll, manchmal sogar wie ein Orgelsatz.
Barocke Motive wurden jazzig umspielt und Ragtime ähnlich begleitet,
perlende Jazz-Skalen münden bruchlos in ganz klassische Akkorde. So
entstand ein hörenswerter Mix, der alte und neue Klänge aus ganz neuer
Perspektive beleuchtete.
Neue
Westfälische, 29.10.2002.
Gloriasax - Ein
Musikerlebnis der besonderen Art
Nicht ohne Berechtigung sind die meisten
Versuche, alte Musik mit modernen Stilrichtungen neu zu bearbeiten, mit
erheblicher Skepsis zu betrachten. Oft wird der Ausdruckskraft des
musikalischen Materials dabei mehr Schaden denn Nutzen zugefügt. Bei den
Westfälischen Saxophonikern durften sich solche Sorgen von vorne herein in
Grenzen halten.
Die Westfälischen Saxophoniker
konnten mit ihrem Arrangement alle verbliebene Skepsis sofort zerstreuen.
Sie hatten nicht etwa die barocke Komposition nur mit Jazzrhythmen und ein
paar schrägen Harmonien verfremdet, sondern sie schufen durch
Neukomposition von Stücken, welche die Motive Vivaldis aufnahmen und
fortentwickelten, sowie durch den kompetent durcharrangierten Auftritt,
der den Charakter einer Inszenierung annahm, ein einzigartiges, tief
beeindruckendes neues Kunstwerk von größter Plausibilität und
Ausdruckskraft.
... Die Saxophonisten beeindruckten dabei durch
Elastizität in der Rhythmisierung und Perfektion des Klanges. In
spannungsreichen Phrasen erreichten sie durch ihre extensive
Interpretation höchste Intensität. ... Originalität und künstlerischer
Tiefgang bei allem Spaß am Spielerischen entfalteten eine ungeheure,
beredte Wirkung. Diese enthielt sehnsuchtsvolle Elemente, Momente reinster
Lebenslust, Melancholie und gleichsam epische Passagen von nie abreißender
Intensität und Spannung. Die Jazzelemente wirkten absolut nicht mehr als
Fremdkörper, vielmehr verliehen sie der Barockmusik stellenweise etwas
überaus Leichtes, fast Schwebendes. Der Charakter der Musik blieb fröhlich
und dabei markant, stets harmonisch und immer interessant, weil nie ganz
vorhersehbar. Daraus hervorleuchtend die zauberhaft stringent
vorgetragenen Barockstücke in hinreißend herbsüßer Klanggebung. ...Ein
fulminantes Finale lieferte gleichsam eine Art Schlussfolgerung aus dem
Prozess der Verschmelzung. Ausdauernder und rhythmischer Applaus feierte
das Kunsterlebnis ersten Ranges und erreichte zwei
Zugaben.
Lauterbacher
Anzeiger, 9. September 2002
Grenzgänger zwischen Klassik und
Jazz
Der Klangfarbenreichtum, den die Saxophoniker
auf ihren Instrumenten entfachen können, versetzte schon bei der letzten
Produktion in Erstaunen. Sensibel arrangiert und gefühlvoll intoniert, tut
sich da gut und gerne das Klangspektrum eines kleinen Orchesters auf.
Sollte einem das durchaus trainierte Gehör solch einen Streich spielen,
dass man neben strahlenden Trompeten und majestätischen Pauken auch noch
warme Cellokantilenen und tremolierende Violinpassagen zu vernehmen meint?
Wie die Mannen rund um Andreas Bootz diese gehörtechnische Fata Morgana
ein ums andere Mal heraufbeschwören. wird wohl deren Geheimnis
bleiben.
Aber nicht allein die kunstvoll umgesetzten Gloria-Sätze sind
es, die das Gloriasax so aufregend machen, fließen doch im Wechsel immer
wieder Eigenkompositionen auf der Basis der Vivaldischen Melodien mit ins
Gefüge ein. Da wird Antanio Vivaldi im Stile von Jazz, Salsa und Blues neu
interpretiert, und manchmal treten die unterschiedlichen Stile gar in
einen Wettstreit, verschwimmen die Grenzen zwischen E- und
U-Musik.
Westfalen-Blatt Bielefeld
19.12.2001
Bachs Musik hat viel
»groove«
... Moderne Adaptionen
klassischer Musik sind stets eine Gratwanderung, und nicht wenige stürzen
dabei ab. Nicht so die Westfälischen Saxophoniker, die sich mit großem,
auch internationalem, Erfolg Johann Sebastian Bachs »Magnificat«
angenommen haben. In der Süsterkirche stellten sie eindrucksvoll unter
Beweis, dass man sich historischen Werken mit großem Respekt und viel
Einfühlungsvermögen nähern kann, ohne auf ganz neue künstlerische
Ausdrucksformen zu verzichten. ... Barocke Freude und impressionistische
Klanggemälde ergänzten einander zu einem Gesamtkunstwerk von hoher
Spiritualität, .... ... Musik in Bewegung - fürwahr, man wünscht sich
öfter einen so angemessenen und zugleich inspirierten Umgang mit bekannten
Werken und die Begegnung mit Künstlern, für die Reife und Neugier, Altes
und Neues nicht Gegensätze, sondern sinnvolle Ergänzung
bedeuten.
Westfalen-Blatt Bielefeld
5.2.2001
Saxofone brachten
Barockmeister Bach neu zum Klingen
... Das Besonderer lag
nicht nur im geglückten Konglomerat von Barock- und Jazzmusik, von
kunstvollen Wechseln und virtuosen Hinübergleiten in die jeweils andere
Sprachwelt, sondern viel mehr noch in der Ausnutzung des
Kirchensanktuariums, um mit weitem Raumklang neue Klangfelder zu schaffen,
... hatte den Reiz der bisher noch nicht so erlebten Musik, wunderbar
diese Raumeffekte, diese schwebenden und singenden Töne voll von
Eigenleben. Was an musikalischem Witz und virtuoser Könnerschaft zu hören
war, trug den Charakter des Einmaligen. ... das sprang über aufs
begeisterte Publikum, animierte am Ende zu stehenden
Ovationen.
Westfälische Nachrichten Münster,
26.10.2000
Zwischen Jazzsession und
barockem Orchester
... Die hochkarätigen
Instrumentalisten der Westfälischen Saxophoniker zogen alle Register ihres
Könnens. ... Enthusiastischer Applaus und stehende Ovationen zeugten von
der uneingeschränkten Begeisterung der Zuhörer in der fast vollbesetzten
Petri-Kirche. Selbst Bach-Puristen überzeugten die Saxophoniker, dass das
Experimentder Verbindung von Barock und Jazz ein gelungenes war. Das
Konzert war ein Glanzlicht, das Bachverehrer ebenso wie Jazzfreunde zu
begeistern vermochte.
Westfalen-Blatt Versmold,
26.9.2000
Westfälische Saxophoniker
begeistern die Zuhörer
Eine wunderbare Idee,
für das erste Konzert in der neuen St.Hedwigs-Kirche überhaupt die
Westfälischen Saxophoniker einzuladen. Nun müssen sich allerdings
sämtliche Nachfolger mit dem Glanz der Premiere messen
lassen.
Haller Kreisblatt, 5.9.2000
Bach trifft Swing
Die Kirche ist nur von
Kerzen erhellt. Drei leere Notenständer hinten links, vier hinten rechts,
zwei mitten im Kirchenschiff, ein halbes Dutzend im Altarraum. Plötzlich
setzt, unterbrochen von fanfarenartigen Einwürfen, ein gregorianischer
Choral ein. Elf Saxophone halten feierlich Einzug, wiederholen als Kanon
die Melodie. Durch das ganze Kirchenschiff schreiten die Westfälischen
Saxophoniker, mönchisch gemessen, in eine Art Gehrock gehüllt. So beginnt
das Projekt Magnifisax.
Die Musiker intonieren den Eingangschor von
Johann Sebastian Bachs Magnificat, dass der bereits im Original
quicklebendige Satz nur so swingt und pulsiert. Andere Sätze des 1723
komponierten und 1730 überarbeiteten Werks erklingen als sensible
Jazz-Bearbeitungen. Das Spiel mit Erwartungen wie die Improvisationen
gehören dazu. Einer der wichtigsten Akteure ist der Raum. Oft übernehmen
kleine Besetzungen die Melodiestimmen, verteilen sich im Schiff, auf
Empore und Kanzel, spielen einander den Klang zu. Alt- und Tenorsaxophon
lassen ein besonders schönes Duett, Et Misericordia, im Mittelgang
ertönen, so dass der Klang sich nach allen Seiten entfalten kann. Der
Kirchenraum selbst wird zum Instrument, schwingt, vibriert. Faszinierend
ergänzen und mischen sich die Klangfarben der fünf unterschiedlichen
Saxophon-Typen. Strahlend wie Bach-Trompeten können Sopran-Saxophone
klingen, melodisch weich wie Oboe und Englischhorn die Tenor-Stimmungen,
während das Bariton samtig singen kann wie ein Cello, tuckern wie ein
Fagott oder knurren wie alles, was mit "Kontra-" beginnt. Die Zuhörer
sitzen mitten im Klang, den die ausgezeichnete Akustik der Nikolaikirche
hält und intensiviert, ohne ihn zu verzerren. Spritzige, stark
rhythmisierte Variationen steuern Ausgelassenheit bei, grüßen in Richtung
Dixie und Klezmer. Andere Harmonien werden bis an die Grenze des
Angenehmen zerdehnt. Einmal steht, begleitet von drei tiefen Orgeltönen,
Arvo Pärt Pate. Wie eine Erlösung schließt sich die Rückkehr zu Bach
an.
"Sie bringen die Leute wieder zum Hören", hat man Andreas Bootz,
Dem Projektleiter und Arrangeur einmal gesagt. Deshalb verteilt man auch
kein Programm, nur den deutschen Text des lateinischen Magnificat. Ein
Bruch mit klassischen Konzertritualen, der wie eine Einladung ist zum
Gebrauch der eigenen Sinne. Doch ist Magnifisax mehr als ein
Hörexperiment. Musikalisch steht das Projekt in der Tradition der
Bach-Bearbeitungen. Während die sich aber meistens auf Instrumentalwerke
beziehen, liegt hier ein großes Vokalwerk mit Orchester zugrunde.
Vielfältig und phantasievoll nähert sich Magnifisax dem Original. Das
Ergebnis ist eine spannende musikalische Begegnung, ein lebendiger
Austausch, ein Dialog. JSB meets Swing. Aber vom Feinsten.
Frankfurter Rundschau 1.2.2000
Barocke Jazzklänge
Zwölf Saxophone spielen
den ersten Satz des Magnificat von Johann Sebastian Bach. Der Hörer ist
verblüfft. Hört er nicht Streicher? Wo sind die Posaunen dieser
feierlichen Kirchenmusik? Die Antwort ist Magnifisax. ... Durch
geschicktes Kombinieren von Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophonen
ist es möglich, Streichermusik erklingen zu lassen oder Blechbläser zu
imitieren. ...Magnifisax ist nicht nur verjazzte Barockmusik, sondern ein
Inszenierung, die jeden Menschen persönlich anspricht ... Magnifisax wird
daher in Kirchen gespielt. Mit ihrem strengen Gebäuderhythmus entsprechen
sie Bachs Tonfolgen. Durch die Aufhebung der klassischen Anordnung
Publikum vis a vis Musiker wird Magnifisax zu einem Hörerlebnis für
Verehrer der Klassik und Jazz-Liebhaber.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 1.2.2000
Barockes
Happening
Eine solche
Besucherschlange wie vor der Altstädter Nicolaikirche dürfte lange kein
Kirchenkonzert auf die Beine gebracht haben. Es hatte sich ... wohl
herumgesprochen, dass als Auftakt der ... Konzerttage etwas
Besonderes anstand: Magnifisax. ... Das Publikum fands unter Riesenbeifall
magnifik.
Neue Westfälische, Bielefeld,
2.11.1999
Eine wunderbare Absage an das
Schubladendenken
Magnifisax, das war ein
außergewöhnliches, ein außerordentlich gutes, ein beeindruckendes Konzert,
das die Westfälischen Saxophoniker am Sonntag im bis auf den letzten Platz
besetzten Festsaal der Burg Altena darboten. ... Ein großes Lob für diese
bravouröse Verbindung von Barock und zeitgenössischer Musik, für dieses
Sprengen von Grenzen, für diesen Protest gegen das Schubladendenken in der
Musik, das gerade in Deutschland so verbreitet ist.
Westfälische Rundschau, Altena, 28.4.1999
Swingender
Kontrapunkt
Stellt Magnifisax die
Jazztauglichkeit des Kontrapunkts erneut auf die Probe und kommt zu
erstaunlich spannenden Ergebnissen. Die rund 700 Zuhörer, die die
Uraufführung erlebten, feierten die glänzend interpretierten
Neuarrangements sowie die fünf hinzukomponierten modernen Adaptionen mit
einem wahren Beifallssturm. Elegische Saxophonsoli erfüllten zu Beginn das
stimmungsvoll mit Kerzenlicht erhellte Gotteshaus. ... Zum Schluß entfesselten die durchweg brillant spielenden, auch über große
räumliche Distanz hellwach aufeinander reagierenden Westfälischen Saxophoniker noch einmal ihre ganze näselnde Tutti-Gewalt.
Neue Westfälische, 11.2.1999
Barocke
Pracht und reinrassiger Jazz
Fassungslose
Begeisterung ließ das Publikum in der ehrwürdigen Johanniskirche lautstark
mit den Füßen trampeln...
Westfalen-Blatt 9.2.1999
CDs Konzerte Seraphimsax Magnifisax Gloriasax Infos für Veranstalter home
Erbarmen - wenn die Werbung das Saxophon entdeckt